Sonntag, 26. März 2017

Die etwas andere Suchtberatung

Meine Suchtberatung richtet sich an diejenigen, deren Angst vor dem Leben und dem Tod so gross ist, dass sie sich in betäubende Süchte retten. Und die genug verzweifelt sind, dass sie wirklich etwas ändern und ihrem Dasein eine neue Richtung geben wollen, jedoch mit den von der Gesellschaft zur Verfügung gestellten Hilfsangeboten – Psychiatern, Psychologen, Sozialarbeitern (weiblich wie männlich) – wenig bis gar nichts anfangen können. Menschen also, die ähnlich ticken wie ich.
Hans Durrer @ Blazenka Kostolna

Sucht und andere psychische Störungen sind im Grunde nichts anderes als destruktive Antworten auf die Frage: Wie geht das eigentlich, das Leben? Dass Lebensverweigerung keine angemessene Antwort ist, das weiss jeder.

Nicht die Droge, der Mensch ist das Problem.
Genauer: sein zerstörerisches Ego, das nicht nur ihn selber, sondern auch die um ihn herum kaputt macht. Dieses gilt es zu korrigieren und auf den rechten Weg zu bringen, so dass es wieder zu dem wird, wozu es gedacht ist: eine konstruktive, lebensbejahende Kraft.

Meine Suchtberatung gründet zwar auf den 12-Schritten, ist jedoch kein 12-Schritte-Programm – dieses gibt es kostenlos bei den einschlägigen Selbsthilfegruppen. 

Was ich anbiete, ist das, was mir selber geholfen hat und hilft: meine Version der 12-Schritte sowie meine Einsichten in die menschliche Natur, die ich nicht der Schulweisheit verdanke, sondern dem Unterwegssein in sehr unterschiedlichen Kulturen, ganz vielen Büchern und vor allem den Menschen, die bereit gewesen sind, ihre Erfahrungen mit mir zu teilen.

Und was zeichnet meinen Ansatz aus?
Einmal die Tatsache, dass ich destruktive Süchte
aus eigener Erfahrung kenne, an 12-Schritte Meetings in ganz verschiedenen Kulturen (Afrika, Amerika, Asien und Europa) teilgenommen habe und seit über 27 Jahren trocken bin. Dann aber auch, dass ich an der Universität von Stirling, Schottland, das Certificate in Drug and Alcohol Studies erlangt (meine Abschlussarbeit befasste sich mit der Frage, ob das 12-Schritte-Programm wirksam ist), an der Psychosomatischen Klinik in Bad Herrenalb (Deutschland) eine Hospitation gemacht und vor Ort miterlebt habe wie das Hazelden Treatment Center in Minnesota sowie private Einrichtungen auf Mallorca, in der Algarve, der Schweiz, in Südengland und Nordindien operieren.

Übrigens:
Mein Akzent liegt
nicht so sehr auf dem Warum sich jemand miserabel fühlt, sondern auf dem Wie man genesen kann. Doch sind die beiden denn nicht untrennbar miteinander verbunden? Nein - und das ist die gute Nachricht - sie sind es nicht.

Für weitere Informationen, siehe: http://hansdurrer.com/